Der Lehrstuhl vergibt Bachelorarbeiten im Bereich der empirischen Wirtschaftsforschung, die entweder mit oder ohne eigenständige empirische Untersuchung erstellt werden können.

Die derzeit angebotenen Bachelorarbeitsthemen finden Sie unten mit Ansprechperson aufgelistet. Nach Absprache kann Einstiegsliteratur angegeben werden. Es ist ebenfalls möglich, Abschlussarbeiten zu eigenen Themenvorschlägen zu erstellen. In diesem Fall wenden Sie sich zur Absprache an einen Lehrstuhlmitarbeiter oder eine Lehrstuhlmitarbeiterin.

Ablauf
Formvorgaben
Themenlisten


 

Ablauf:

Die Bachelorarbeit kann zu jedem Zeitpunkt begonnen werden. In Hinblick auf Studienbeiträge bitten wir Sie zu beachten, dass Bachelorarbeiten nur dann im laufenden Semester bewertet werden können, wenn sie 4 Wochen vor Semesterschluß abgegeben werden.

Typischer Ablauf der Bachelorarbeit:

  •  Kontaktaufnahme
  •  Vorgespräch
  •  Themenfestlegung und -anmeldung
  •  Diskussion der Gliederung
  •  Seminar (4.-8. Woche): mündlicher Vortrag des Arbeitsstandes
  •  Abgabe nach 9 Wochen

Es handelt sich hierbei um das 'gestauchte' Verfahren (paralleles Absolvieren des Seminars und der Bachelorarbeit). Sonderregelungen bei Auslandsaufenthalten sind nach Absprache möglich.

 

Formvorgaben:

Die Bachelorarbeit hat einen Umfang von 30-40 Textseiten, d.h. ohne Abbildungen und Tabellen. Sie wird mit 12 ECTS-Punkten bewertet (plus 3 ECTS-Punkte für das Seminar).

Die Arbeit ist in zwei Exemplaren beim Prüfungsamt abzugeben, zusätzlich einmal in elektronischer Form. Weitergehende Informationen entnehmen Sie bitte der Bachelorprüfungsordnung (insbesondere §26).

Die Bachelorarbeit kann in deutscher oder englischer Sprache (nach Absprache) geschrieben werden.

Hier finden Sie genaue Formvorgaben zur Erstellung einer Bachelorarbeit: Bachelorarbeitsregeln.

Zwei Formatvorlagen stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Titelblatt
Eidesstattliche Versicherung

 

Themenlisten

Bitte beachten Sie die Einteilung in literaturgestützte und empirische Arbeiten.


Literaturgestützte Arbeiten

Thema

Betreuer

Do financial incentives influence fertility?

Moffit, R., 1997. The Effect of Welfare on Marriage and Fertility: What Do We Know and What Do We Need to Know?

Frederik Wiynck

 Rentenzugang und Ausbildungsinvestitionen

Die Abschlussarbeit stellt einen Überblick über die Literatur her, die sich mit dem Zusammenhang von Humankapitalinvestitionen und Rentenzugang beschäftigt. Steigen die Weiterbildungsaktivitäten wenn Arbeitnehmer länger erwerbstätig sind? Welche Anreize haben Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Kosten von solchen Investitionen zu tragen? Im Fokus stehen empirische Studien, die sich mit der Identifikation kausaler Effekte beschäftigen.

Startliteratur:

Fouarge, Didier; Schils, Trudie, 2009,  The Effect of Early Retirement Incentives on the Training Participation of Older Workers, Labour 23 (special issue), 85-109.

Montizaan, Raymond; Corvers, Frank; De Grip, Andries, 2010, The Effects of Pension Rights and Retirement Age on Training Participation: Evidence from a Natural Experiment, Labour Economics 17(1), 240-47.

 Johnson, Richard W., 1996, The Impact of Human Capital Investments on Pension Benefits, Journal of Labor Economics 14(3), 520-54.

Prof. Regina Riphahn, Ph.D.

 Kündigungsschutz und Arbeitnehmerverhalten

Die Abschlussarbeit setzt sich mit empirischen Studien auseinander, die sich mit den Auswirkungen von Kündigungsschutzvorschriften und Probezeiten auf das leistungsrelevante Verhalten von Arbeitnehmern beschäftigen. Zum einen soll ein umfassender Überblick über den Stand der Forschung und der theoretischen Argumente hergestellt werden. Zum anderen steht die kritische Analyse von empirischen Kausalschlüssen im Fokus des Interesses.

Startliteratur:

Scoppa, Vincenzo und Daniela Vuri, 2014, Absenteeism, Unemployment and Employment Protection Legislation: Evidence from Italy, IZA Journal of Labor Economics 2014, v. 3

Ichino, Andrea and Regina T. Riphahn, 2005, The Effect of Employment Protection on Worker Effort: Absenteeism during and after Probation, Journal of the European Economic Association 3(1), 120-143.

Pfeifer, Christian, 2010, Work Effort during and after employment probation: evidence from German personnel data, Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik 230(1), 77-91.

Prof. Regina Riphahn, Ph.D.

 Die Determinanten der Rückwanderung von Immigranten (bereits vergeben!)

Ziel dieser Literaturarbeit ist, sich mit dem aktuellen Stand der Forschung auseinanderzusetzen, bezüglich der Entscheidung von Immigranten das Gastland zu verlassen und in ihr Heimatland zurückzukehren. Dabei soll auf die individuellen und Haushalts- sozioökonomischen Einflussfaktoren und Merkmale eingegangen werden, die diese Entscheidung antreiben.

Im ersten Schritt ist ein Überblick über die existierende Forschungsliteratur zu dem Thema zu schaffen, folglich die verwendeten empirischen Methoden darzustellen und letztendlich deren Stärken und Schwächen zusammen mit den empirischen Ergebnissen kritisch zu diskutieren.

Startliteratur:

Kuhlenkasper, Torben & Steinhardt, Max Friedrich, 2012. "Who Leaves and When? Selective Outmigration of Immigrants from Germany," HWWI Research Papers 128, Hamburg Institute of International Economics (HWWI).

Nekby, Lena, 2006. "The Emigration of Immigrants, Return vs Onward Migration: Evidence from Sweden," Journal of Population Economics, 19(2), 197-226.

Rooth, Dan-Olof & Saarela, Jan, 2007. "Selection in Migration and Return Migration: Evidence from Micro Data," Economics Letters, 94(1), 90-95.

Salwan Saif

 Der Einfluss der Einbürgerung auf die ökonomische Integration von Immigranten (bereits vergeben!)

Ziel dieser Literaturarbeit ist, den aktuellen Stand der Forschung bezüglich der Auswirkung der Einbürgerung - definiert als Erwerb der Staatsbürgerschaft des Gastlandes - auf den Arbeitsmarkterfolg von Immigranten zu beschreiben. Dabei kann auf unterschiedliche Indikatoren des Arbeitsmarkterfolges, wie z.B. Löhne oder Beschäftigung, eingegangen werden.

Im ersten Schritt ist ein Überblick über die existierende Forschungsliteratur zu dem Thema zu schaffen, folglich die verwendeten empirischen Methoden darzustellen und letztendlich deren Stärken und Schwächen zusammen mit den empirischen Ergebnissen kritisch zu diskutieren.

Startliteratur:

Bevelander, Pieter & Veenman, Justus, 2006. "Naturalisation and Socioeconomic Integration: The Case of the Netherlands," IZA Discussion Papers 2153, Institute for the Study of Labor (IZA), Bonn.

Fougère, Denis & Safi, Mirna, 2008. "The Effects of Naturalization on Immigrants’ Employment Probability (France, 1968–1999)," IZA Discussion Papers 3372, Institute for the Study of Labor (IZA), Bonn.

Gathmann, Christina & Keller, Nicolas, 2014. "Returns to Citizenship? Evidence from Germany's Recent Immigration Reforms," IZA Discussion Papers 8064, Institute for the Study of Labor (IZA), Bonn.

Steinhardt, Max Friedrich, 2012. "Does Citizenship Matter? The Economic Impact of Naturalizations in Germany," Labour Economics, 19(6), 813-823, Bonn.

Salwan Saif

 Evaluation und Evidenz der Effekte von Lohnsubventionen für ältere Arbeitnehmer

Ziel der Arbeit soll sein, einen Überblick über die in der wissenschaftlichen Literatur vorhandenen Untersuchungen zu den Effekte von Lohnsubventionen für die Gruppe der älteren Arbeitnehmer hinsichtlich ihrer angewendeten empirischen Methoden und dergefundenen Evidenz zu geben.

Startliteratur:

Boockmann, M. , T. Zwick, Ammermüller, A. und M. Maier (2012): Do hiring subsidies reduce unemployment among older workers? Evidence from natural experiments. Journal of the European Economic Association, 10 (4), S. 735‐764.

Rebecca Schrader

Der Zusammenhang zwischen Migration und Erwerbstätigkeit der einheimischen Bevölkerung (in Bearbeitung)

In dieser Arbeit soll untersucht werden, inwiefern Migration die Erwerbstätigkeit der einheimischen Bevölkerung beeinflusst. Es soll ein Überblick über relevante Theorien und empirische Studien zu dieser Fragestellung gegeben werden.

Startliteratur:

Borjas, George (2003). The labor demand curve Is downward sloping: reexamining the impact of immigration on the labor market. Quarterly Journal of Economics 118(4): 1335–1374.

Pischke, J. und J. Velling (1997). Employment Effects of Immigration to Germany: An Analysis Based on Local Labor Markets. The Review of Economics and Statistics, 79(4): 594-604.

 Dominique Lemmermann

Wann ist der richtige Zeitpunkt? – Der kausale Effekt des Alters bei Übergang zur weiterführenden Schule (in Bearbeitung)

Die international großen Unterschiede im Bildungssystem spiegeln sich auch in der Diskussion wider, ob und wann Schüler abhängig von ihren Fähigkeiten getrennt unterrichtet werden sollten. In Deutschland werden Schüler in der Regel zwischen der 4. und 6. Klasse abhängig von ihrer Leistung auf unterschiedliche weiterführende Schulen aufgeteilt. Ziel dieser Arbeit ist es, den Stand der empirischen Forschung zum Effekt des Alters bei Übergang zur weiterführenden Schule auf den Bildungs- und Arbeitsmarkerfolg darzustellen und kritisch zu reflektieren.

Startliteratur:

Dustmann, C.; P. Puhani und U. Schönberg (2016): The Long-Term Effects of Early Track Choice, forthcoming in: Economic Journal.

Malamud, O. und C. Pop-Eleches (2011): School Tracking and Access to Higher Education among Disadvantaged Groups. Journal of Public Economics, 95: 1538-1549.

 Dominique Lemmermann

 

Empirische Arbeiten

Thema

Betreuer

Determinanten der Fertilität in Ost- und Westdeutschland

Die BA-Arbeit verwendet die Daten des Mikrozensus 2002, um die Korrelationsmuster der Fertilität im Rahmen von Regressionsanalysen zu erheben und zwischen den beiden Regionen Deutschlands zu vergleichen. Die Ergebnisse werden mit den Ergebnissen der vorliegenden Literatur verglichen.

Prof. Regina Riphahn, Ph.D.

Geschlechtsunterschiede in der Lohn- und Gehaltsstruktur

Die BA-Arbeit verwendet die Daten der Lohn- und Gehaltsstrukturerhebung, um die Unterschiede in Einkommensdeterminanten zwischen vollzeitbeschäftigten Männern und Frauen zu untersuchen.

Prof. Regina Riphahn, Ph.D.

Who wants to be a German? An empirical analysis of immigrants’ selection into naturalization

By using the data of the Mikrozensus, this thesis empirically examines what groups of immigrants selectively apply for the German citizenship. The regression analyses aim to compare naturalized and non-naturalized immigrants in terms of various socio-economic characteristics such as age, gender, educational attainment, labor market attachment, family and cultural background, etc.

Dr. Kamila Cygan-Rehm

Determinanten frühkindlicher kognitiver Entwicklung

Diese empirische BA-Arbeit verwendet die Daten einer britischen Kohortenstudie, um die Determinanten der frühkindlichen kognitiven Entwicklung mit Hilfe von Regressionsanalysen zu untersuchen. Die Ergebnisse werden theoretisch motiviert und mit den Ergebnissen der vorliegenden Literatur verglichen.

Dr. Daniel Kühnle

Eine empirische Analyse der Determinanten von Altersteilzeit mit Daten des Sozio-ökonomischen Panels

Ziel der Arbeit soll sein, anhand von Daten des Sozio-ökonomischen Panels zu untersuchen, ob die Entscheidung von Arbeitnehmern für ein Altersteilzeitmodell systematisch von individuellen Merkmalen determiniert wird. Teil der Leistung ist es dabei auch, die eigene Analyse und gefundenen Ergebnisse in Bezug zu den in der Literatur vorhandenen Untersuchungen und ihren Ergebnissen zu setzen.

Startliteratur:

Kim, H. und A. DeVaney (2012): The Selection of Partial or Full Retirement by Older Workers. Journal of Family and Economic Issues, 26, S. 371-394.

Rebecca Schrader

Temporary work and employment careers (assigned already)

Besides discussing the theoretical perspective on temporary work within the economics of employment, using data from the Socio-Economic Panel (SOEP), individual patterns behind the selection into temporary work and the correlation with future labor market outcomes will be analyzed.

The thesis can be written in English or German language.

Julian Adam

Skill distribution and labor market success of immigrants in Germany (assigned already)

This Bachelor thesis empirically evaluates individual patterns of immigrants' labor market success (integration and performance) in Germany using data from the Socio-Economic Panel (SOEP). The results will be put into the context of existing literature and actual or potential economic policies that aim at improving immigrants' labor market performance shall be discussed.

Smith. P. 2006. "Immigrants and the Labor Market" Journal of Labor Economics 24(2): 203-233

The thesis can be written in English or German language.

Julian Adam

 

Welche Arbeit macht glücklich?

Diese Arbeit untersucht mit dem Sozio-Ökonomischen Panel (SOEP) den Zusammenhang zwischen verschiedenen Jobcharakteristika wie etwa Überstunden und der selbst eingestuften Lebenszufriedenheit. Die Analysen werden theoretisch motiviert und mit der existierenden Literatur vergleichen.

Startliteratur:

Golden, L., & Wiens-Tuers, B. (2006). To your happiness? Extra hours of labor supply and worker well-being. The Journal of Socio-Economics, 35(2), 382-397.

 Matthias Collischon

Ist Item Nonresponse ein Indikator für kognitive und nicht-kognitive Fähigkeiten?

Es wird mit dem Sozio-Ökonomischen Panel (SOEP) untersucht, ob fehlende Werte ein Indikator für (nicht-)kognitive Fähigkeiten sind und so als Proxy in anderen Schätzungen genutzt werden könnten. Die Analysen werden theoretisch motiviert und mit der existierenden Literatur vergleichen.

Startliteratur:

Kassenboehmer, Sonja C., Stefanie Schurer, and Felix Leung “Testing the Validity of Item Nonresponse as a Proxy for Cognitive and Non-Cognitive Skills,” IZA DP No. 8874., February 2015

 Matthias Collischon

Intergenerationale Transmission von Bildung – empirische Analyse mit Daten des sozioökonomischen Panels (in Bearbeitung)

Ziel dieser Arbeit ist es, den Zusammenhang zwischen der Bildung der Eltern und der Kinder zu untersuchen. Mit Daten des sozioökonomischen Panels soll untersucht werden, ob die Wahrscheinlichkeit, eine bestimmte Schulform zu besuchen, davon abhängt, dass die Eltern einen Abschluss derselben Schulform haben. Die empirische Analyse soll theoretisch fundiert sein und auf frühere Forschungsergebnisse aufbauen.

Startliteratur:

Dustmann, C. (2004): Parental background, secondary school track choice, and wages. Oxford Economic Papers 56 (2004), 209-230.

Malamud, O. und C. Pop-Eleches (2011): School Tracking and Access to Higher Education among Disadvantaged Groups. Journal of Public Economics, 95: 1538-1549.

 Dominique Lemmermann

 

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